Einjährige berufsbegleitende Fortbildung im Auftrag des Landesjugendrings Nordrhein-Westfalen

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Mit der Einführung des reformierten Landesjugendplans NRW wurde erstmalig ein Wirksamkeitsdialog verknüpft. Er will den wirksamen Einsatz der vom Land zur Verfügung gestellten Mittel überprüfen und Anregungen geben. Der Prozess des Wirksamkeitsdialogs, der zu Beginn des Jahres 1999 begonnen wurde, behandelt die unterschiedlichen Handlungsfelder der Jugendverbandsarbeit. Er wurde zwischen Vertretenden des Landesjugendrings Nordrhein-Westfalen und dem vormaligen Ministerium für Frauen, Jugend, Familie und Gesundheit geführt.

Die Jugendverbände in Nordrhein-Westfalen sind aufgerufen, sich vor allem methodisch noch besser auszurüsten, um aussagekräftige Fakten und Daten über die eigene Arbeit zusammenzutragen und damit ihre Leistungen transparent zu machen. Ein Weg – wenn auch nicht der einzige – um dieses Ziel zu erreichen, ist die Evaluation. Der Landesjugendring bot daher in Zusammenarbeit mit Univation eine vom Jugendministerium geförderte berufsbegleitende Fortbildung für die pädagogischen Fachkräfte der Jugendverbände an.

Ziele der Fortbildung waren: Die Teilnehmenden sollen über ein fachliches Grundverständnis von Evaluation und deren besonderen Leistungsfähigkeiten und –grenzen verfügen. Darüber hinaus sollen sie befähigt sein, interne Evaluationen so zuzuschneiden, dass sie relevant und bearbeitbar sind. Außerdem sollen sie Informationen zielgeführt gewinnen, Erkenntnisse und Schlussfolgerungen erarbeiten und diese adressatengerecht vermitteln können. Für Evaluationen, die extern vergeben werden, sollen die Teilnehmenden Zwecksetzungen klären und Anforderungen formulieren sowie diese so begleiten können, dass sie für die Jugendverbandsarbeit nützlich sind.

Die Fortbildungsreihe hatte folgendende inhaltliche Schwerpunkte:

  • Steuerung von Evaluationen: Grundbegriffe und Leitlinien nutzenorientierter Evaluation; Überblick über die Evaluationsplanung; unterschiedliche Verfahren der Beteiligtenanalyse; Festlegen von Evaluationsfragestellungen
  • Datenerhebungsinstrumente: Überblick über verschiedene Erhebungsinstrumente; Anforderungen an praxistaugliche Instrumente; Umsetzung von Fragestellungen in Erhebungsstrategien; Datenerhebungsplan als untersuchungsleitendes Instrument; Untersuchungslogistik; Vertiefung einzelner Erhebungsinstrumente
  • Auswertungsverfahren: quantitative und qualitative Auswertungsverfahren; Visualisierungsmöglichkeiten von Ergebnissen
  • Ergebnisvermittlung: Präsentation von (Übungs-)Evaluationen der Teilnehmenden; kritische Reflexion

Die Dauer der auf ein Jahr verteilten Themenblöcke betrug zwischen drei und vier Tagen. In den Phasen dazwischen wurden die Teilnehmenden intensiv beraten. Nach Abschluss der Präsenzblöcke erstellten die Teilnehmenden einen ausführlichen Abschlussbericht über die Evaluation.

Ansprechpartner: Berthold Schobert

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September 2004:

Der Landesjugendring zieht in seinem 1. Bericht zum Wirksamkeitsdialog in NRW Bilanz und weist auf die Chancen und zu schaffenden Voraussetzungen systemtischer Evaluation von Jugendverbandsarbeit hin.

Der Bericht des Landesjugendrings steht hier für Sie zum Download bereit:
[Download 0,6 MB im .pdf-Format ]