Modellvorhaben zur Pauschalierung von Sozialhilfe

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Mit experimentellen Erprobungen von Modellvorhaben wird von der Bundesregierung und von Landesregierungen angestrebt, Erfahrungen von der Basis der Gesetzesanwendung in Gesetzgebungsverfahren und in die Weiterentwicklung von Programmen einfließen zu lassen. In diesem Zusammenhang hat das vormalige Ministerium für Arbeit, Soziales, Qualifikation und Technologie (MASQT) in NRW die Evaluation der Modellvorhaben zur Pauschalierung von Sozialhilfe vergeben (2000-2004). „Mit der experimentellen Einführung der Pauschalierung ist das Ziel verbunden, die Verwaltungsaufwendungen für Routinetätigkeiten im Rahmen der Leistungsgewährung zu reduzieren und auf diese Weise Ressourcen in den Sozialämtern für persönliche Hilfen, insbesondere Beratungsangebote, Hilfeplanung und Case-Management frei zu setzen. Diese stärker auf die Person der Hilfeberechtigten ausgerichtete Dienstleistung soll zur Erreichung des zentralen Ziels der Sozialhilfe beitragen, die Unabhängigkeit in und von Sozialhilfe für möglichst viele Hilfeberechtigte zu erreichen. Es werden Ergebnisse erwartet, die als datenbasierte Grundlage für eine Weiterentwicklung der Sozialhilfe dienen." (MASQT, 2003) In insgesamt neun nordrhein-westfälischen Kreisen und kreisfreien Städten fanden die Modellversuche statt. Das Evaluationsteam unterstützte die Standorte bei der Weiterentwicklung ihrer Verwaltungspraxis, überprüft ihre Zielerreichung und schafft eine Informationsbasis für die sozialpolitische Bewertung.

Zentrale Aufgaben der Evaluation waren die Einleitung eines Erfahrungsaustausches, die konzeptionelle Unterstützung bei Organisationsentwicklung und der Qualifizierung der Fachkräfte sowie die empirische Untersuchung von Umsetzungen und Ergebnissen der Modellvorhaben, sowie Öffentlichkeitsarbeit. Diese Aktivitäten sind eng aufeinander bezogen. Die Leitziele des Bundessozialhilfegesetzes sowie die spezifizierten Ziele der lokalen Modellversuche dienen als Orientierung für Entwicklung und Bewertung. Den vorgesehenen Nutzern/-innen in Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit werden gezielt die von ihnen angeforderten Informationen zur Verfügung gestellt.

Auftraggeber: Ministerium für Wirtschaft und Arbeit des Landes Nordrhein-Westfalen

Ansprechpartnerin: Susanne Mäder

Laufzeit: 2000-2004