Artikel: Demokratie braucht wirkungsorientierte Evaluation - Entwicklungspfade im Kontext der Kinder- und Jugendhilfe

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Beywl, Wolfgang (2006): "Demokratie braucht wirkungsorientierte Evaluation. Entwicklungspfade im Kontext der Kinder- und Jugendhilfe". In: Projekt eXe (Hg.): Wirkungsevaluation in der Kinder- und Jugendhilfe. Einblicke in die Evaluationspraxis. München: DJI, 25-46.

In diesem Artikel stellt Wolfgang Beywl u. a. den Programmbaum als ein Instrument der wirkungsorientierten Evaluation vor und leitet ab, auf welchen verschiedenen Niveaus - von der Feststellung der Zielerreichung bis zur voraussetzungsreichen Bewertung der Wirtschaftlichkeit eines Programms -  eine wirkungsorientierte Evaluation umgesetzt werden kann. Zwar erschien der Band bereits 2006 beim DJI, wir nutzen jedoch eine aktuelle Rezension als Gelegenheit, Sie erneut auf die Veröffentlichung aufmerksam zu machen.

Aus einer Rezension der Gesamtpublikation durch Karsten Ries (Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes) in der Zeitschrift für Evaluation 1/2010 (Seiten 156-159):

"Wolfgang Beywl begründet in seinem Beitrag zunächst demokratietheoretisch die Sinnhaftigkeit und Notwendigkeit von wirkungsorientierter Evaluation und skizziert beispielhaft die Komplexität von Wirkungsfragen, die in der Kinder- und Jugendhilfe zu berücksichtigen ist. Um den hieraus resultierenden Herausforderungen gerecht werden zu können, plädiert er für eine Kombination von Selbstevaluation, Peer-Evaluation, Inhouse-Evaluation und externer Fremdevaluation, wobei angesichts der verfügbaren Ressourcen eine Balance zwischen Erhalt der Komplexität, sicherer Durchführbarkeit und befriedigendem Nutzen der Ergebnisse für die vorgesehenen Nutzenden anzustreben ist. Hierzu stellt er exemplarisch den sogenannten Programmbaum von Univation vor, der von dem Institut häufig als Evaluationsinstrument eingesetzt wird. Dieser bildet die interne Logik eines Programms ab und fokussiert dessen angestrebte Ergebnisse (outcomes) in Form von `Früchten´. Aussagen zu Wirkungen werden hierdurch überhaupt erst möglich. Mit Hilfe des Programmbaums grenzt Beywl fünf unterschiedlich anspruchsvolle Evaluationsstufen voneinander ab. Abschließend resümiert er, auf welcher dieser Stufen die heutige Praxis angelangt ist und diskutiert Perspektiven für die wirkungsorientierte Evaluation der Kinder- und Jugendhilfe, die er angesichts der Tragweite dieses Bereichs als wichtige Aufgabe charakterisiert, die sich aus seiner Perspektive gleichzeitig als `realistischer Ansatz´ aber auch als `schwer zu erreichendes Ideal´ darstellt."

Auszug aus der Gesamtbewertung:

"Die typischen Eigenarten und daraus resultierenden Problemlagen im Hinblick auf wirkungsorientierte Evaluation werden anhand zahlreicher Beispiel nicht nur anschaulich präsentiert, vielmehr knüpft der Band an den Stand der theoretisch-fachlichen Diskussion an und zeigt vielfältige Möglichkeiten und Zugänge auf, um den dargestellten Herausforderungen gerecht werden zu können."

 

 

ISBN: 
978-3-935701-23-5