Artikel im NDE-New Directions for Evaluation

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Beywl, Wolfgang/Speer, Sandra (2004): Data- and Literature-Based Reflections on Western European Evaluation Standards and Practices. In: NEW DIRECTIONS FOR EVALUATION, 104.

Published Online: 13 Januar 2005

Ergebnisse der Univationsstudie zu Evaluationsstandards in Europa in der internationalen Diskussion

Im Themenheft International Perspectives on Evaluation Standards, Nr. 104 (Winter 2004) hrsg. von Craig Russon & Gabrielle Russon nehmen Wolfgang Beywl und Sandra Speer zur Entwicklung und Verbreitung von Evaluationsstandards in Europa Stellung. Angesichts des Wettbewerbs, in dem Evaluation - in Europa mehr als in anderen Regionen der Welt - mit Ansätzen des Controlling und des Qualitätsmanagement steht, plädieren sie für eine Annäherung zwischen europäischen und internationalen Ansätzen der Entwicklung von Evaluationsstandards.

Inhaltsangabe des Themenheftes:

Das Themenheft enthält acht Kapitel, zu den Bemühungen, Standards für die Evaluation von Programmen (im Gegensatz zu Standards für die Evaluation von Personal- oder Lernenden) zu entwickeln. Träger dieser Standards ist ein breiter Querschnitt von regionalen und nationalen Evaluationsorganisationen, nicht staatlichen Organisationen und Regierungsbehörden. Es gibt keine Kapitel aus Asien oder Lateinamerika, weil dort keine entsprechenden Ansätze bekannt sind.

In Kapitel 1 berichten Arnold Love and Craig Russon zum Thema internationaler Evaluations-Standards, was sie  bedeuten können und auch, was nicht. Sie erörtern das Konzept "Offener Standards und sprechen Themen an, die während der Debatten in der International Organization for Cooperation in Evaluation (IOCE), über Standards auftauchten.
In Kapitel zwei liefern Don Yarbrough, Lyn Shulha, and Flora Caruthers eine historische Perspektive auf die Entwicklung des Program Evaluation Standards' Außerdem erörtern sie Anwendungen der Standards während der letzten zwei Jahrzehnte sowohl in als auch außerhalb der Vereinigten Staaten.
In Kapitel drei zeigt Thomas Widmer Entwicklungen in ausgewählten westlichen europäischen Ländern und der Europäischen Kommission (EG) im Bereich von Evaluationsstandards seit dem Anfang der 1990er Jahre auf. Das Kapitel behandelt Ähnlichkeiten und Unterschiede bei der Entwicklung von Evaluationsstandards in der Schweiz, Deutschland, Frankreich und dem Vereinigten Königreich.
Wolfgang Beywl und Sandra Speer beschreiben in Kapitel vier eine europaweite empirische Studie zu Evaluationsstandards im Bereich der beruflichen Aus- und Weiterbildung. Davon ausgehend untersuchen sie Evaluationsstandards auf verschiedenen Verwaltungsniveaus der Europäischen Union.
Die African Evaluation Guidelines sind das Thema des von Jean-Charles Rouge verfassten Kapitels fünf. Er liefert zunächst geographische und kulturelle Information über Afrika und beschreibt dann den Evaluationskontext für die Guidelines mit speziellem Bezug zur Rolle des African Evaluation Association.
In Kapitel sechs nutzt Doug Fraser die Erfahrungen der Australasian Evaluation Society und berichtet über eine Analyse der wichtigen Rolle, die institutionelle Faktoren spielen, nicht nur zu den Ansätzen von Qualitätssicherung, die als wünschenswert betrachtet werden, sondern auch dazu. ob sich überhaupt kollektive Standards entwickeln.
Jim Rugh erörtert in Kapitel sieben den Prozess, durch den CARE Mitarbeitende das Projektdesign, das Monitoring und Evaluationsstandards entwickelt hat; die Relevanz des Inhalts der Standards selbst ; und das Mainstreaming seiner Nutzung quer über das zweiundsiebzig Nationen umfassende CARE Konsortium.
In Kapitel acht berichtet Craig Russon von den Ergebnissen einer qualitativen Analyse der vorangehenden Kapitel und liefert zusammenfassende Überlegung zum Thema internationaler Evaluationsstandards.