Genus-Gebrauch in Evaluationsberichten

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Beywl, Wolfgang/Kehr, Jochen/Keller-Ebert, Cornelia (2004): "Genus-Gebrauch in Evaluationsberichten. Gender Mainstreaming in der sozialwissenschaftlichen Schreibpraxis". In: Sozialwissenschaften und Berufspraxis. 27 (4), 451-460.

Mit dem Titel "Genus-Gebrauch in Evaluationsberichten. Gender Mainstreaming in der sozialwissenschaftlichen Schreibpraxis" ist der Artikel in der Zeitschrift Sozialwissenschaften und Berufspraxis (SuB, 27. Jg., Heft 4/04, 451-460, Schwerpunktheft zum Gender Mainstreaming) erschienen. Er greift die Problematik der oft uneinheitlich genutzten Formulierungen in schriftlichen Dokumenten auf und zeigt, welche auch wirtschaftlichen Einflüsse eine Ungenauigkeit hier im Rahmen der sozialwissenschaftlichen Praxis bzw. der Evaluationspraxis haben kann. Univation ist den Weg gegangen, nach einem intensiven Abstimmungsprozess eigene Richtlinien für den Genus-Gebrauch zu entwickeln, die nun für Einheitlichkeit sorgen. Wie hierbei vorgegangen wurde und zu welchem Ergebnis Univation gekommen ist, kann im Text nachgelesen werden und möglicherweise als Anregung dienen.

Ausführliche Hinweise und viele Beispiele enthält die fast 200 Seiten starke Publikation der Schweizerischen Bundeskanzlei, die 2009 in 2. vollständig überarbeiteter Auflage erschienen ist: 
 
Schweizerische Bundeskanzlei/Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) (2009): Geschlechtergerechte Sprache. Leitfaden zum geschlechtergerechten Formulieren im Deutschen. Bern.
[Download unter http://www.bk.admin.ch/dokumentation/publikationen/00292/index.html?lang=de]
 
Hier finden sich z. B. Dutzende "geschlechterabstrakte Personenbezeichnungen" wie "die Person", "das Individuum", "das Talent", "der Elternteil". So wird Sprache im Rahmen von Evaluation geschlechtergerechter und unnötige Komplizierung wird vermieden.