Befragungen im Rahmen des Programms „Initiierung und Stärkung von Selbsthilfeangeboten zur Ressourcenstärkung hinsichtlich psychischer Gesundheitsbelastungen bei LSBTIQ*“ der Deutschen Aidshilfe e. V.

Menschen stehen im Kreis und halten jeweils eine Hand in die Mitte

LSBTIQ*-Personen sind im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung überdurchschnittlich häufig von psychischen Belastungen betroffen. Dazu zählen unter anderem Depressionen, Angststörungen, Einsamkeitserleben, Suizidgedanken sowie Suchterkrankungen. Diese erhöhte Vulnerabilität steht in engem Zusammenhang mit anhaltenden Diskriminierungs- und Ausgrenzungserfahrungen sowie damit verbundenen psychosozialen Stressbelastungen. Gleichzeitig fehlt es vielen LSBTIQ*-Personen an niedrigschwelligen Unterstützungsangeboten und stabilen sozialen Netzwerken, die zur Stärkung psychischer Gesundheit beitragen können.

Vor diesem Hintergrund führt die Deutsche Aidshilfe e. V., finanziert durch die BKK Bund, das Programm „Initiierung und Stärkung von Selbsthilfeangeboten zur Ressourcenstärkung hinsichtlich psychischer Gesundheitsbelastungen bei LSBTIQ*“ durch. Ziel des Programms ist es, Selbsthilfepotenziale von LSBTIQ*-Personen zu stärken und die Initiierung sowie nachhaltige Etablierung von Selbsthilfeangeboten zu fördern. Damit leistet das Programm einen Beitrag zur Verbesserung der psychischen Gesundheit und zur Stärkung sozialer Verbundenheit innerhalb der Communities. Im Zentrum steht eine zweitägige Schulung, die sich an Multiplikator*innen in Unternehmen und Selbsthilfezusammenhängen richtet.

Univation wurde mit der externen Evaluation des Programms beauftragt. Zweck der Evaluation ist es, Hinweise zur Umsetzung und Zielerreichung der Schulungen zu gewinnen sowie Ansatzpunkte für die Weiterentwicklung des Programms zu identifizieren. Darüber hinaus soll die Evaluation Erkenntnisse zur Förderung von Selbsthilfeaktivitäten in LSBTIQ*-Kontexten bereitstellen. 

Die Evaluation kombiniert qualitative und quantitative Erhebungsmethoden. Vorgesehen sind Feedback-Befragungen im Anschluss an die Schulungen, eine teilstandardisierte Online-Befragung der Teilnehmenden einige Zeit nach der Schulung sowie digitale Gruppeninterviews zur vertiefenden Reflexion der Selbsthilfeaktivitäten. Die Erhebungsergebnisse werden in einem Abschlussbericht zusammengeführt und aufbereitet. Der Bericht enthält praxisnahe Schlussfolgerungen und Empfehlungen zur Weiterentwicklung des Programms.

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