Effektstudie zum Programm „Max & Min@“ zur universellen Prävention schädlicher Mediennutzung im Setting Schule

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Die Villa Schöpflin gGmbH ist ein bundesweit anerkanntes Zentrum für Suchtprävention mit Sitz in Lörrach. Sie entwickelt Programme für Kinder und Jugendliche im Setting Schule mit dem Ziel, der Entstehung von Sucht frühzeitig entgegenzuwirken. Ein zentrales Angebot im Bereich der Prävention schädlicher Mediennutzung ist das durch die KKH Kaufmännische Krankenkasse geförderte Programm „Max & Min@“, das seit 2017 umgesetzt wird.

„Max & Min@“ richtet sich an Schüler:innen der Klassen 4 bis 6 und kann an allen Schulformen, einschließlich sonderpädagogischer Einrichtungen, durchgeführt werden. Ziel ist es, exzessiver Mediennutzung sowie (Cyber-)Mobbing vorzubeugen. Das Programm umfasst vier Module: In interaktiven Workshops setzen sich die Schüler:innen mit Chancen und Risiken digitaler Medien auseinander, reflektieren ihr Nutzungsverhalten anhand eines Medientagebuchs, entwickeln gemeinsam Regeln für einen verantwortungsvollen Umgang und sprechen über Alternativen zur Mediennutzung in der Freizeit. Eine begleitende Veranstaltung für Eltern und Erziehungsberechtigte hat zum Ziel, diese Zielgruppe für die Bedeutung von Medienerziehung zu Hause zu sensibilisieren und motivieren, diese umzusetzen. Durch den Einbezug dieser Zielgruppe wird eine Brücke zwischen der Medienbildung in der Schule und der Medienerziehung im Elternhaus geschaffen. - Optional werden auch Lehrkräfte und Schulsozialarbeiter:innen an den teilnehmenden Schulen fortgebildet. Das Programm wird über ein bundesweites Netzwerk qualifizierter Trainer:innen und Moderator:innen umgesetzt.

Zur systematischen Überprüfung der Effekte wird eine Effektstudie durch Univation durchgeführt. Zweck ist es, belastbare Evidenz für die Effekte des Programms sowie Hinweise für die Optimierung bereitzustellen. Zunächst wird dazu ein Wirkmodell entwickelt, das Programmkonzept und erwartete Veränderungen strukturiert abbildet und in messbare Indikatoren übersetzt. Darauf aufbauend erfolgen mehrere quantitative Erhebungen: eine Befragung der durchführenden Fachkräfte liefert Kontextinformationen zur Umsetzung. Zudem werden die Rahmenbedingungen der Durchführung systematisch erhoben. Zentrale Bestandteile der Effektstudie sind Befragungen der Schüler:innen, Eltern/Erziehungsberechtigten sowie (Klassen)Lehrkräfte zu mehreren Zeitpunkten, mit deren Hilfe Wissenszuwachs, Einstellungen zum Medienverhalten und ggf. erste Veränderungen im eigenen Medienverhalten differenziert abgebildet werden. Follow-up-Befragungen sorgen dafür, die anhaltenden Effekte der Programmteilnahme zu erfassen. 

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