Laufende Projekte

In Baden-Württemberg übernehmen sogenannte Servicehelfer im Sozial- und Gesundheitswesen nach einer zweijährigen Ausbildung betreuende und unterstützende Tätigkeiten in Einrichtungen der Altenpflege und Behindertenhilfe sowie in Krankenhäusern und im ambulanten und häuslichen Bereich. Dadurch leistet die Ausbildung auch einen Beitrag zur Bekämpfung des Fachkräftemangels. Im Rahmen einer Evaluation ermitteln die Berner Fachhochschule zusammen mit Univation in mehreren Modulen den volks- und betriebswirtschaftlichen Nutzen der Ausbildung.

Im Rahmen des Modellprojekts „Guter Lebensabend NRW – kultursensible Altenhilfe und Altenpflege“ werden 21 Modellkommunen in NRW vom Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen (MKJFGFI) gefördert. Die Modellkommunen erproben, wie der Zugang zu bestehenden Regelangeboten für ältere Menschen mit Einwanderungsgeschichte verbessert werden kann. Diese sollen dadurch in die Lage versetzt werden, Angebote der Regelversorgung in gleichem Maße nutzen zu können, wie ältere Menschen ohne Einwanderungsgeschichte.

Das Saarland hat als erstes Bundesland, am 1. Mai 2019 im Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz des Saarlandes eine Vernetzungsstelle Seniorenernährung (VNS SenE) eingerichtet, die dazu beitragen sollen, die Qualität Verpflegung von Seniorinnen und Senioren in Pflegeeinrichtungen und zuhause entlang des DGE-Qualitätsstandards für die Verpflegung mit ‚Essen auf Rädern‘ und in Senioreneinrichtungen zu verbessern. Sukzessive sollen in allen Bundesländern aus Mitteln des Nationalen Aktionsplans IN FORM geförderte Vernetzungsstellen oder vergleichbare Organisationen eingerichtet werden. So soll eine vergleichbare Struktur zu den bereits etablierten Vernetzungsstellen für die Kita- und Schulverpflegung in den Bundesländern aufgebaut werden.

Abgeschlossene Projekte

Univation wurde durch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) beauftragt, ein Wirkmodell für die Initiative LIEBESLEBEN (https://www.liebesleben.de/) und einen Leitfaden für die Entwicklung von Wirkmodellen für komplexe Interventionen zu erstellen.

Der Bunte Kreis Münsterland e.V. bietet Familien mit Kindern mit Behinderung, mit Kindern mit chronischen Erkrankungen oder mit zu früh geborenen Kindern psychologische Beratung in den Kreisen Coesfeld und Borken sowie den kreiszugehörigen Städten an. Die Beratung wird von den Kommunen im Rahmen der Frühen Hilfen und Spendengeldern finanziert. Konkrete Ziele des Angebots sind die Stabilisierung und die Stärkung der protektiven Bewältigungsfähigkeiten wie Selbstfürsorge und Förderung der Lebensqualität und des Bindungserlebens zwischen Eltern und Kind und damit die Stabilisierung und Stärkung des Familiensystems. Das Angebot soll so langfristig zu einem Abbau der Benachteiligungen, einer besseren sozialen Teilhabe der Familien beitragen und präventiv wirken. Dabei wird mit dem Ansatz der aufsuchenden und niedrigschwelligen Unterstützung gearbeitet.

Der Anthropoi Bundesverband ist ein Fachverband, in dem bundesweit 176 Mitgliedsorganisationen von 264 Diensten und Einrichtungen zusammengeschlossen sind, in denen über 17.000 Menschen mit sogenannter geistiger, seelischer oder mehrfacher Behinderung leben, lernen und arbeiten. Unter anderem geschieht das in 86 sogenannten `LebensOrten´, im Sinne von Dorf- und Lebensgemeinschaften des anthroposophischen Sozialwesens mit Teilhabeangeboten. In diesen LebensOrten finden zurzeit etwa 7.000 Menschen mit Assistenzbedarf (MmA) ein Zuhause.